EnergyScout AI
Intelligente Nutzung von erneuerbarer Energie
Der EnergyScout AI ist ein von uns entwickeltes intelligentes Energiemanagementsystem, das dabei hilft, selbst erzeugte elektrische Energie möglichst effizient und sinnvoll im eigenen Gebäude zu nutzen.


Viele Photovoltaikanlagen erzeugen gerade tagsüber mehr Strom, als im Haushalt oder Betrieb unmittelbar benötigt wird.
Dieser überschüssige Strom wird normalerweise in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Gleichzeitig wird zu anderen Zeiten wieder Energie aus dem Netz bezogen. Genau hier setzt der EnergyScout an.
Das Gerät erkennt laufend, ob gerade überschüssige Energie aus einer Photovoltaikanlage vorhanden ist, und kann diesen Strom gezielt für sinnvolle Verbraucher im Gebäude nutzen. Beispielsweise kann überschüssige Sonnenenergie automatisch zum Erwärmen von Wasser, zum Heizen, Laden oder für andere elektrische Verbraucher verwendet werden.
Dabei arbeitet das System nicht nur nach einem einfachen Ein-/Aus-Prinzip. Der EnergyScout kann die verfügbare Leistung laufend erfassen und Verbraucher entsprechend der tatsächlich vorhandenen Energie regeln. Ist beispielsweise nur wenig überschüssige Energie vorhanden, wird auch nur wenig Leistung freigegeben. Steigt der Solarertrag, kann die Leistung automatisch erhöht werden.
Dadurch wird versucht, möglichst wenig zusätzliche Energie aus dem öffentlichen Stromnetz zu beziehen und gleichzeitig einen möglichst großen Teil der selbst erzeugten erneuerbaren Energie direkt vor Ort, zeitversetzt über einen Speicher oder auch ortsübergreifend bei anderen Verbrauchern sinnvoll zu nutzen.
Was ist am EnergyScout innovativ?
Eine Besonderheit des EnergyScout ist seine hohe Flexibilität. Das Gerät ist nicht auf einen bestimmten Wechselrichter, Hersteller oder Verbraucher beschränkt. Es wurde so entwickelt, dass unterschiedliche Messgeräte, Photovoltaikanlagen, Heizsysteme und andere technische Anlagen eingebunden werden können.
Dadurch kann das System sowohl bei neuen als auch bei bestehenden Anlagen eingesetzt werden.
Zusätzlich berücksichtigt der EnergyScout nicht nur die aktuelle Stromproduktion. Das System kann beispielsweise auch Strompreise, Zeitprogramme, Temperaturen und weitere Messwerte in seine Entscheidungen einbeziehen.
Eine weitere Entwicklungsstufe ist die Einbindung von künstlicher Intelligenz. Dadurch können zukünftig mehrere Informationen gemeinsam bewertet werden, beispielsweise:
Damit soll aus einem klassischen Energieregler ein lern- und entscheidungsfähiges Energiemanagementsystem entstehen.
Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz
Der EnergyScout verfolgt das Ziel, vorhandene erneuerbare Energie besser zu nutzen, anstatt zusätzliche Energie zu erzeugen oder unnötig aus dem Stromnetz zu beziehen.
Ein höherer Eigenverbrauch von Photovoltaikstrom kann dazu beitragen,
Unsere Motivation und Vision
Besonders wichtig war uns bei der Entwicklung, dass das System nicht nur für große Industrieanlagen geeignet ist, sondern auch in Haushalten, landwirtschaftlichen Betrieben und kleineren Gewerbebetrieben eingesetzt werden kann. Der EnergyScout verbindet damit Photovoltaik, Energieeffizienz, intelligente Gebäudetechnik und moderne Digitalisierung in einem System.
Das Projekt wurde von der Hardware über die Elektronik und Programmierung bis zur Regelungs- und Kommunikationssoftware eigenständig entwickelt und laufend erweitert.
Unser Ziel ist es, mit dem EnergyScout eine praktische Lösung zu schaffen, mit der erneuerbare Energie möglichst effizient genutzt werden kann und die gleichzeitig einfach an unterschiedliche Gebäude und Anlagen angepasst werden kann.
Offen und frei programmierbar
Ein wesentlicher Vorteil des EnergyScout ist seine offene und frei programmierbare Systemarchitektur. Dadurch ist das Gerät nicht auf eine bestimmte Funktion oder einen bestimmten Hersteller beschränkt.
Neben bestehenden Standardfunktionen können individuelle Regelalgorithmen, Kommunikationsprotokolle, Steuerungsabläufe, Berechnungen, Datenverarbeitung und kundenspezifische Funktionen umgesetzt werden.
Damit kann der EnergyScout als zentrale Steuerungs-, Kommunikations- und Automatisierungsplattform in unterschiedlichsten Bereichen eingesetzt werden – vom Gebäude und Smart Home über Gewerbe und Industrie bis hin zu maritimen bzw. nautischen Anwendungen.
Individuelle Visualisierung über Webserver und erweiterbar per USB
Direkt auf dem EnergyScout kann ein Webserver betrieben werden. Dadurch lassen sich individuelle Benutzeroberflächen und Visualisierungen realisieren, die über Smartphone, Tablet oder PC mit einem normalen Webbrowser aufgerufen werden können.
Bedienoberflächen können dabei exakt an die jeweilige Anlage angepasst werden – von einer einfachen Statusanzeige bis hin zu umfangreichen Energie-, Anlagen- und Prozessvisualisierungen.
Über den integrierten USB-Anschluss können zusätzliche Datenquellen und Schnittstellen eingebunden werden.
Dazu zählen beispielsweise:
USB-Massenspeicher, KNX-Schnittstellen bzw. KNX-Modems, zusätzliche Netzwerkadapter, serielle Schnittstellen sowie weitere USB-basierte Kommunikations- und Erweiterungsmodule.
Dadurch lässt sich der EnergyScout auch nachträglich an neue Anforderungen und Systeme anpassen.
Energie zwischen mehreren Standorten koordinieren
Damit ist es möglich, verfügbare Energie eines Standorts mit dem aktuellen Energiebedarf eines anderen Standorts zu koordinieren – beispielsweise im Rahmen geeigneter Peer-to-Peer-, Energiegemeinschafts- oder vergleichbarer energiewirtschaftlicher Modelle.
Dabei wird nicht einfach eine fixe Energiemenge zugeordnet. Die EnergyScout-Systeme können den tatsächlichen momentanen Energieüberschuss und den aktuellen Energiebedarf der beteiligten Standorte erfassen und miteinander abstimmen.
Für diese Funktion benötigt jeder beteiligte Standort ein entsprechendes EnergyScout-Messsystem.
Für Q2 2027 ist eine LoRa-Schnittstelle geplant, über die der EnergyScout Messdaten des EVU-Smartmeters (Netzbezug, Einspeisung, Leistung) direkt oder über eine Ausleseeinheit erhält. Zusätzliche Messgeräte im Verteiler entfallen damit.
Ziel ist ein geringerer Installationsaufwand: In vielen Fällen ist kein Umbau des Elektroverteilers für Stromwandler, Energiezähler oder andere Messhardware mehr nötig.
LoRa überträgt die Daten robust und über große Distanzen. So können Zählerplatz und EnergyScout räumlich getrennt installiert werden, ohne eigene Datenleitung.
EnergyScout – universelle Steuerungs- und Energiemanagementplattform
Der EnergyScout ist weit mehr als ein klassischer Energieregler. Durch seine offene, frei programmierbare Softwarearchitektur und eine Vielzahl an Kommunikationsschnittstellen lässt sich das System flexibel an unterschiedlichste Anlagen, Geräte und Anforderungen anpassen.
Für die Kommunikation mit externen Systemen und Komponenten stehen unter anderem folgende Schnittstellen und Protokolle zur Verfügung:
Über diese Schnittstellen können beispielsweise Wechselrichter, Batteriespeicher, Energiezähler, Wärmepumpen, Heizsysteme, Wallboxen, Sensoren, Aktoren, Maschinensteuerungen und weitere Automatisierungskomponenten eingebunden werden.
Intelligentes Energiemanagement
Der derzeitige Schwerpunkt des EnergyScout liegt im Bereich des intelligenten Energiemanagements.
Dabei werden unterschiedliche Energiequellen, Speicher und Verbraucher nicht nur überwacht, sondern aktiv miteinander koordiniert.
Der EnergyScout kann beispielsweise Daten von:
PV-Anlagen, Batteriespeichern, Netzanschlüssen, Smart Metern, Wallboxen, Wärmepumpen, Heizstäben und weiteren elektrischen Verbrauchern
erfassen und daraus laufend Steuerungsentscheidungen ableiten.
Durch die zusätzliche Einbindung von KI-Modellen, Spotmarktpreisen, Wetter- und Prognosedaten können Entscheidungen nicht nur anhand des aktuellen Anlagenzustandes, sondern auch vorausschauend getroffen werden.
Das Ziel ist, Energie genau dort einzusetzen, wo sie wirtschaftlich und energetisch den größten Nutzen bringt.
Dynamisches Lastmanagement und Lastspitzenbegrenzung
Ein Beispiel dafür ist die intelligente Begrenzung von Netzbezug und Lastspitzen.
Wallbox, Heizstab, Batteriespeicher und weitere steuerbare Verbraucher werden miteinander koordiniert, sodass eine definierte Anschluss- bzw. Bezugsleistung möglichst nicht überschritten wird.
Anstatt Verbraucher lediglich ein- oder auszuschalten, kann der EnergyScout verfügbare Leistung dynamisch verteilen und Prioritäten berücksichtigen.
So kann beispielsweise die Ladeleistung einer Wallbox reduziert, ein Heizstab angepasst oder ein Batteriespeicher zur Lastabdeckung eingesetzt werden.
Der einstellbare Zielwert für den Netzbezug bildet dabei die zentrale Führungsgröße des Energiemanagements.

Vernetzung und KI als Service
Die lokalen Grundfunktionen des EnergyScout arbeiten direkt auf dem Gerät.
Für erweiterte Funktionen wie die Nutzung von KI-Modellen, Cloud-Diensten sowie die übergreifende Vernetzung mehrerer Energieverbraucher, Erzeugungsanlagen oder EnergyScout-Systeme wird ein optionales monatliches Servicepaket angeboten.
Dieses Paket kann unter anderem die erforderliche Kommunikationsinfrastruktur, zentrale Dienste, KI-Funktionen, Datenverarbeitung und laufende Weiterentwicklung der vernetzten Funktionen umfassen.
Damit verbindet der EnergyScout klassische Automatisierungstechnik mit modernem Energiemanagement, intelligenter Vernetzung und künstlicher Intelligenz – in einer offenen, erweiterbaren und nahezu frei programmierbaren Plattform.